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Presse: Konturen - Westdeutsche Zeitung 2009

Eine Sonderveröffentlichung der Westdeutschen Zeitung am 3. Oktober 2009


Sonnenlicht fällt auf den Stein. Sofort fängt er es ein, reflektiert es und versprüht sein Feuer. Die weißen Strahlen brechen sich in seinen 57 Facetten wie in einem Prisma; sie verwandeln sich in die bunten Farben des Regenbogens. Kleine Blitze zucken über das Juwel hinaus. Brillanten, die geschliffenen Diamanten, sind das älteste, härteste und wohl teuerste Material der Welt und auch ein sehr schönes. Der Besitz des „kristallinen Kohlenstoffs“ ist etwas Besonderes. Wer die mit Brillanten veredelten Schmuckstücke trägt, ebenso.

Der Ehrgeiz der Schleifer geht hin zum perfekten Stein. „Hearts and Arrows“ sind die Zauberworte für den exzellenten Schliff. „Es ist eine spezielle Art, Diamanten zu bearbeiten um die Reflexions­erscheinungen zu erhöhen“, sagt Detlef Kempkens, der Chef des gleichnamigen Hauses. „Die entstandenen Herzchen und Pfeile als Indiz für die exakten Winkelproportionen lassen sich beim Betrachten durch eine Lupe im Blaufilter deutlich erkennen.“

Und wirklich. Von oben betrachtet, lässt der Brillant den Betrachter acht pfeilförmige und beim Blick auf die Unterseite acht herzförmige Lichtreflexionen wahrnehmen. Foto: Hearts and Arrows Schliff
Diese Schmucksteine führt Kempkens in großer Auswahl. „Der feine Schliff von ,Hearts and Arrows` wird von uns bevorzugt verwendet. Die Brillanz ist bei diesen Brillanten außergewöhnlich. Durch spezielle Einkäufe an den Börsen in Antwerpen und New York, gewährleisten wir einen sehr guten Preis“, erklärt der 60-jährige Fachmann.


Über 100-jährige Tradition

Foto: Team von Kempkens Juweliere

Als „Kempkens Juweliere“ fungieren neben Großhandelskaufmann Detlef Kempkens seine Frau Gabriela Neiss-Kempkens, Vater Ewald und Tochter Cosima. Mit dem jüngsten Familienmitglied steht die fünfte Generation Juweliere bereit, die über 100-jährige Tradition des Hauses fortzuführen. Cosima Kempkens erlernt zurzeit das Goldschmiede-Handwerk.

Die Familie Kempkens stammt aus Kempen. 1891 hatte Urahn Cornelius zunächst ein Uhren- und Goldwaren-geschäft in Süchteln gegründet, das sein Sohn Franz 1933 nach Kempen verlegte. Dem heutigen Senior-Chef der Firma, Ewald Kempkens, war die Welt in Kempen schon bald zu klein. „Mit 24 Jahren war er bereits selbstständig und begann sofort nach der Währungsreform auf der Krefelder Philadelphiastraße mit der Fabrikation von Armbanduhren. Es war der einzige Betrieb dieser Art in Nordrhein-Westfalen.“ Später schuf er mit dem Erwerb des Holler-hauses an der Rheinstraße die jetzige Basis des Unternehmens.

Auf drei Etagen mit insgesamt rund 300 Quadratmetern Verkaufsfläche stehen zwanzig Mitarbeiter für die Kunden bereit. Es gibt sowohl hübsche Geschmeide für junge Leute als auch ein hochwertiges Sortiment für Kunden mit gehobenen Ansprüchen. Dazu befinden sich Nobelmarken wie Chopard, Breitling, Omega und Ebel im Angebot.

Kempkens: „Es ist unser Ziel, sehr gute Qualität zu erschwinglichen Preisen weiterzugeben. Zur Wartung der Chronographen beschäftigen wir einen Uhrmacher und einen Uhrmachermeister.“ Und Gabriela Neiss-Kempkens ergänzt: „Für individuelle Kreationen steht unsere Goldschmiedemeisterin innovativ und ideenreich in der Werkstatt zur Verfügung.“

An den mehrmals im Jahr stattfindenden Schmuck-Events haben nicht nur die Kunden, sondern auch das Team des Hauses Kempkens Spaß, ganz gleich, ob die Verkaufsräume in eine Mondlandschaft verwandelt oder die Zeit-messer unter Wasser präsentiert werden. So feiern Kempkens Juweliere und ein Uhren-Hersteller einen exklusiven Abend zu Ehren der legendären Omega Speedmaster Serie, die von der NASA als „Qualified for Space“ ausgezeichnet wurde. „Ein anderes Mal haben wir die Kunden in das begehbare Aquarium ,Sealife‘ gefahren“, sagt der Firmenchef begeistert.

Sehr oft sind bei den Veranstaltungen neben Gabriela Neiss-Kempkens und Detlef Kempkens die drei Töchter Coralie, Cosima und Charline dabei, die das erlesene Geschmeide vorführen. Was beweist: Die Kempkens Juweliere sind ein glänzendes Familienunternehmen.


Chopard bei Kempkens

Die Kunst der „Haute Horlogerie“, der hohen Uhrmacherei, nutzt nach wie vor eines der schönsten Werkzeuge: Die menschliche Hand. Zwar werden die einzelnen Bestandteile einer Uhr heute nicht mehr von Hand hergestellt, doch alle Teilchen des Uhrwerks werden von den Facharbeitern der Manufaktur Chopard begutachtet, bevor sie zusammen-gebaut werden und daraus das Uhrwerk entsteht.

In den vergangenen zehn Jahren entwickelte sich die Manufaktur Chopard von einem Betrieb mit drei Angestellten zu einem modernen, erfolgreichen Unternehmen. Sie beschäftigt heute über 100 Mitarbeiter in etwa fünfzehn unterschiedlichen Berufssparten, darunter Ingenieure für Forschung und Entwicklung, Techniker, Uhrmacher, Laborspezialisten sowie Kundendienst-Fachpersonal, Polymechaniker, Uhrwerk-Dekorateure, Polierer, Gehäusesetzer und Kontrolleure.

Chopard ist ein vollständig unabhängiges Familienunternehmen. Unter der Leitung von Karl und Karin Scheufele sowie ihrer beiden Kinder Karl-Friedrich und Caroline, die sich die Co-Präsidentschaft teilen, erlebt das international bekannte Unternehmen eine atemberaubende Entwicklung. Es ist einer der führenden Namen in der Luxusuhren- und Schmuckindustrie.

Die Familie tritt regelmäßig im Familienrat zusammen, um Unternehmensfragen zu besprechen. Dabei findet stets ein reger Gedankenaustausch

statt, wobei es hin und wieder zu Überraschungen kommt. So zum Beispiel, als Tochter Caroline eines Tages mit einem Säckchen rosa Brillanten in der Sitzung auftauchte.

Foto: Uhr von Chopard

„Es bot sich mir die Gelegenheit, diese seltenen Steine sehr günstig zu erwerben“, erinnert sie sich. „Dabei hatte ich noch keine Ahnung, wie ich sie in unsere Uhren- und Schmuckkollektion einbringen würde. Als dann die Rechnung bei meinem Vater auf dem Schreibtisch lag, war ich ihm eine Erklärung schuldig“. Aus den rosa Brillanten entstand die Kollektion „La Vie en Rose“, eine der erfolgreichsten Kollektionen von Chopard.

Zuvor hatte ein Designer von Chopard eine andere geniale Idee, die allerdings eine technische Herausforderung darstellte. Das „Happy Diamonds“ Konzept, eine Uhr mit frei beweglichen Diamanten auf dem Zifferblatt. Das neue Design sorgte für Furore und gewann die „Goldene Rose von Baden-Baden“, einer der begehrtesten Preise für Der perfekte Schliff „Hearts and Arrows“.


Text: von Chrismie Fehrmann.
Fotos: Andreas Bischof, Chopard

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